Die Windmöller-Gruppe stellt sich neu auf: Mit Wirkung zum 24. Mai hat Matthias Windmöller seine Position als CEO an Jürgen Abromeit übergeben, der zugleich mit der Übernahme von 30 % der Anteile an der Windmöller GmbH auch Mitgesellschafter des Familienunternehmens wird. Matthias Windmöller, der als Vorsitzender in den neu zusammengesetzten Unternehmensbeirat wechselt und seine Schwester Annika bleiben über die Beteiligungsgesellschaft Windmöller Holding mit 70 % Hauptgesellschafter der Gruppe. Als Co-Geschäftsführer fungiert CFO Christoph Ester. Dr. Karsten Derks, der interimistisch die Restrukturierungsmaßnahmen in Augustdorf leitete, verlässt den Bodenbelagshersteller planmäßig Ende Juni.
Seit 1. Juni ist Jörg Flaßkamp Mitglied der Geschäftsführung von Sievert Baustoffe. Er übernimmt in dieser Position die Leitung des Vertriebs Inland. Der Bauingenieur verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Baustoffbranche – zuletzt war er Vertriebsdirektor Deutschland West der BMI Group.
Edgar Huber, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Zipse und seit 2022 als Experte für Korkdämmstoffe im Vorstand des Deutschen Kork-Verbands (DKV), wurde zum Vorstandssprecher gewählt. Neu in den DKV-Vorstand als Fachgruppensprecher für den Bereich „Verschlüsse“ eingezogen ist zudem Gert Reis, Geschäftsführer Amorin Cork Deutschland.
Hamberger Flooring hat zum 1. Juni Gerold Schmidt in die Geschäftsführung berufen. An der Seite von Dr. Peter M. Hamberger verantwortet der gebürtige Österreicher Vertrieb und Marketing und hat damit die Nachfolge von Uwe Eifert angetreten, der sich Ende 2023 in den Ruhestand verabschiedet hatte. Schmidt ist lange mit dem Unternehmen und der Branche vertraut. Der diplomierte Betriebswirt startete vor 19 Jahren als Vertriebsverantwortlicher der österreichischen Tochter, baute ab 2016 das Objektgeschäft in Deutschland auf und wurde 2019 mit der Gesamtvertriebsleitung für Deutschland betraut.
Für den italienischen Verlegewerkstoffhersteller Kerakoll zeichnet Michael Heim seit Juni 2024 als Regional Director D/A/CH und Geschäftsführer der Kerakoll GmbH verantwortlich. Er ist in der Bodenbranche bekannt: Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium hatte Heim Führungspositionen bei Mapei im Produkt- und Vertriebsmarketing inne, schied dort 2020 als Vertriebsleiter Deutschland aus, und war zuletzt Head of Indirect Sales bei Wienerberger.
Im Mai 2024 fusionierten die Marken Enia Flooring (Bodenbeläge), Directa (Zubehör, vormals Direct Handling) und Profloor (Werkzeug) in der Sharkgroup. Zugleich vergrößerten die Schweizer ihr Außendienst-Team. Didier Hofmann (Foto) ist bereits seit März in der Romandie (französischsprachige Schweiz) im Einsatz und mit Matthias Eibl wurde im April der Enia-Vertrieb in Österreich ergänzt.
Es ging um viel am Nürburgring: Der Wiedereintritt in den Unternehmerverband Deutsches Handwerk, die Suche nach einem neuen Geschäftsführer, die Reform künftiger Tagungen und mehrere wichtige technische Belange, darunter zwei Austritte aus übergreifenden Arbeitskreisen und die Gründung des Arbeitskreises „Schnittstelle Fußboden“ brachten auf der BVPF-Mitgliederversammlung 2024 manch kontroverse Debatte mit sich.
Zur dritten Ausgabe der Flanders Flooring Days Mitte Mai im belgischen Kortrijk spricht Veranstalter Messe Kortrijk mit fast 3.500 Besuchern aus 78 Ländern von einem neuen Rekord. Erstmalig war das ursprüngliche Showroom-Konzept mit einer flankierenden Ausstellung im Messezentrum ergänzt worden. 38 Anbieter von textilen und elastischen Bodenbelägen, Parkett und Laminat, Verlegewerkstoffen und -zubehör präsentierten sich dort. Angesichts des großen Erfolgs haben die Veranstalter beschlossen, die Flanders Flooring Days jährlich auszurichten. Der nächste Termin: 2. bis 5. Juni 2025.
„Österreichs Holzindustrie hat sich 2023 in einem schwierigen Umfeld verhältnismäßig gut geschlagen“, bilanzierte Herbert Jöbstl, Obmann des einschlägigen Fachverbandes. Die 1.289 Mitgliedsunternehmen haben im vergangenen Jahr insgesamt knapp 9,8 Mrd. EUR Umsatz erzielt, das ist zwar ein Rückgang von 18,5 % gegenüber den Rekordjahren 2021 und 2022, liegt aber immer noch deutlich über den Jahren zuvor. Der Außenhandelsüberschuss verringerte sich um 14 % auf 1,5 Mrd. EUR.
Angesichts der weiterhin schwachen Baukonjunktur plädiert der Fachverband für Impulse, um die Auftragssituation am Bau zu beleben und erwartet von der EU einen Green Deal mit der Wertschöpfungskette Holz.
2024 begeht der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF) sein 30-jähriges Bestehen. 1994 von acht bedeutenden Produktionsunternehmen gegründet, ist die Organisation heute mit 15 Produzenten, 25 Zulieferern sowie einigen anerkannten Prüfinstituten der größte Verband für Laminatböden der Welt. Die Mitglieder beliefern rund 55 % des Welt- und mehr als 80 % des europäischen Marktes und sind weiterhin optimistisch: „Angesichts eines nachhaltigen Produkts, das ein Beiprodukt anderer Branchen ist und somit zur kaskadischen Holznutzung und zur Speicherung und Bindung von CO2 beiträgt, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.“