06.02.2026

Drüsedau stellt Betrieb ein

Wieder verschwindet ein renommierter deutscher Parketthersteller vom Markt: Nach fast 80 Jahren hat die familiengeführte Manufaktur Drüsedau & Müller im hessischen Dehnsberg ihre Tore geschlossen und stellt den Betrieb ein. Alexander Drüsedau, der in vierter Generation die Geschäfte führte, hat das 1947 gegründete Unternehmen ordnungsgemäß liquidiert. Der Diplom-Ingenieur für Holztechnik und Wirtschaftsingenieur hatte den Betrieb, ursprünglich Holzhandlung und Mosaikparkett-Hersteller, in einen Spezialisten für individuell angefertigte Massivholzböden verwandelt. Das hochwertige Parkett aus dem Kellerwald liegt unter anderem im Palais Bellevue in Kassel, in der Orangerie in Neustrelitz, im Hamburger Hotel George, im Hotel Budersand auf Sylt und in zahlreichen gehobenen privaten Residenzen. Erst im vergangenen Jahr hatte Drüsedau das 1993 installierte Werk in Polen aufgegeben, wo Einkauf und Trockung der Rohware angesiedelt waren und die Produktion am Stammsitz konzentriert. Doch offenbar reichte die Verlagerung nicht aus, um im derzeit angespannten Marktumfeld die Zukunft des Unternehmens zu sichern.
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