06.03.2026
Mocopinus: Kein Investor gefunden, Betrieb wird eingestellt
Nach mehr als 160 Jahren endet die Geschichte von Mocopinus: Für den traditionsreichen Holzverarbeiter, der im Dezember 2025 Insolvenz angemeldet hatte und seitdem in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung nach einer Lösung suchte, fand sich kein Investor - zumindest nicht für den operativen Geschäftsbetrieb und die 270 Arbeitsplätze in Ulm, Karlsruhe und Ammelshain, sondern nur für die Immobilien. CEO Ulrich Braig sprach in einer Mitteilung von einem „extrem bitteren Tag“. Trotz einer operativen Stabilisierung in den vergangenen Wochen sei es nicht gelungen, Mocopinus zu retten. In Karlsruhe und Ammelshain soll nun eine geordnete Ausproduktion erfolgen. Bestehende Aufträge werden nach Unternehmensaussagen noch gefertigt und ausgeliefert, anschließend die drei Standorte stillgelegt. Nicht betroffen ist die Tochtergesellschaft Lignum Finish in Aitrach im Kreis Ravensburg, für die die Verhandlungen noch andauern.
Die Wurzeln von Mocopinus reichen bis zu einem 1865 gegründeten Sägewerk zurück. Daraus entwickelte sich eins der führenden Industriehobelwerke Europas.