22.10.2026
Edeldielen Manufaktur: Steirischer Produzent insolvent, Scheffold führt Parkett-Marke weiter
Die österreichische Edeldielen Manufaktur mit Sitz im steirischen Fürstenfeld ist insolvent. Die Passiva belaufen sich nach Medienberichten auf 800.000 EUR. 17 Mitarbeiter und 65 Gläubiger sind betroffen. Alleingesellschafter und Geschäftsführer des 2012 gegründeten Unternehmens, das sich auf die Fertigung von und den Handel mit Parkett- und Holzboden spezialisiert hat,ist Edwin Paier. Er strebt eine Fortführung und Sanierung ohne Eigenverwaltung an. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 % innerhalb von zwei Jahren angeboten. Der vorgelegte Sanierungsplan sieht die Einstellung der Produktion in Österreich und Verlagerung nach Ungarn vor, verbunden mit einer Konzentration auf das Handelsgeschäft.
Von der Insolvenz rechtlich und wirtschaftlich nicht betroffen ist das Parketthaus Scheffold mit den Standorten Laupheim und München. Der familiengeführte Parkett-Großhandel ist eigenständig und führt die Edeldielen Manufaktur als Eigenmarke in Deutschland weiter. „Wir haben uns bereits frühzeitig auf mögliche Veränderungen vorbereitet und Partnerschaften mit alternativen europäischen Produktionsbetrieben aufgebaut“, erklären Ulrich und Nicolai Scheffold. Dadurch sehen sie sich für die langfristige Fortführung der Marke gut aufgestellt. Laufende Aufträge und neue Projekte würden weiterhin betreut. Sollten bei einzelnen Produkten oder Ausführungen Anpassungen erforderlich werden, stimmt sich das Unternehmen frühzeitig mit seinen Kunden ab. „Die Edeldielen Manufaktur wird hierzulande auch künftig für hochwertige Parkettböden stehen. Unser Anspruch ist es, die bewährten Eigenschaften der Kollektion zu erhalten und die Marke mit einem klaren Fokus auf Qualität, Verlässlichkeit und langfristige Perspektiven weiterzuentwickeln“.