30.06.2026

Holzbearbeitungs-Maschinenbau: Exportschwäche beschleunigt Transformation

Der VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen informierte auf seiner Mitgliederversammlung in Heidelberg zur aktuellen Lage der Branche. Das dritte Jahr mit Produktionsrückgängen und fehlende Aussichten auf eine Trendwende für 2026 beschleunigen die Transformation der Unternehmen in einem anspruchsvollen Marktumfeld nachhaltig.

Zum dritten Mal in Folge erwartet der VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen einen Rückgang der jährlichen Produktion: Für das Jahr 2026 wird ein Minus von rund 7 % geschätzt. Für eine grundlegende Trendänderung fehlten weiterhin die Anzeichen, auch wenn der Auftragseingang in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres aufgrund einiger größerer Aufträge um 7 % stieg. Laut Verband sind die Segmente Sägewerkstechnik und Holzwerkstoffherstellung stärker vom Abschwung betroffen als Maschinen für die Weiterverarbeitung. Vergleichsweise gut stünden die Hersteller da, deren Kunden Holz für die Bauwirtschaft aufbereiten.

Der Export deutscher Holzbearbeitungsmaschinen ging im Jahr 2025 um 11 % auf 2,26 Mrd. EUR zurück. Im ersten Quartal 2026 stieg er im Vergleich zum Vorjahres-Quartal leicht um 2 % auf 570 Mio. EUR. Getragen durch einen Großauftrag aus der Holzwerkstoffindustrie lagen die USA an erster Stelle. Rechnet man diesen heraus, lag China an erster Stelle, gefolgt von Polen, Frankreich und den USA. Überdurchschnittlich positiv entwickelten sich Polen, Österreich, Litauen und Italien.

„Nach drei extremen Corona-Jahren stehen wir jetzt im dritten Jahr mit Produktionsrückgängen. Die Zeiten sind wahrlich herausfordernd“, erklärte Markus Hüllmann, Vorsitzender des VDMA Holz. Fast alle Unternehmen der Branche seien auf einem guten Weg, sich an veränderte Märkte anzupassen. Die Rahmenbedingungen, in denen die Hersteller agieren, würden sich schneller wandeln als früher.

Neuer Vorstand nimmt Herausforderung an

Auf der Mitgliederversammlung in Heidelberg wurden vier neue Vorstände für sechs Mandatsjahre in das oberste Gremium des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen gewählt: Dr. Wolfgang Knorr (Festool), Frederik Meyer (Homag), Daniel Schrenk (Ledermann) und Kathleen Wemhöner (Wemhöner Surface Technologies). Erneuert wurden zudem die Mandate von Gregor Baumbusch (Michael Weinig), Christian Dieffenbacher (Dieffenbacher) und Ove Lange (Anthon).

Weiter gehören dem Vorstand an: Markus Hüllmann (G. Kraft Maschinenbau), Robert Falch (Minda Industrieanlagen), Birgit Gros (Schiele Maschinenbau), Jürgen Köppel (Leitz), Maximilian Lehner (IMA Schelling), Dr. Stefan Möhringer (Simon Möhringer), Peter Schaeidt (Baljer & Zembrod), Martin Scherrer (G. Siempelkamp) und Jürgen Schröer (Robert Bürkle).
Holzbearbeitungs-Maschinenbau: Exportschwäche beschleunigt Transformation
Foto/Grafik: VDMA Holz
Das neu gewählte Vorstandsgremium des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen.
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