Die Weinig-Gruppe konzentriert die Produktion in Deutschland auf zwei Standorte: Von Malterdingen (Baden-Württemberg) und Alfeld (Niedersachsen) soll die Produktion nach Illertissen (Bayern) und Tauberbischofsheim (Baden-Württemberg) verlagert werden. An den betroffenen Standorten blieben Vertrieb, Service und Konstruktion erhalten, teilt der Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Holzverarbeitung mit. Insgesamt seien von der Umstrukturierung voraussichtlich rund 400 Stellen betroffen.
Just Ohlwein (64) hat sich zu Jahresbeginn aus der Geschäftsführung des von ihm 2011 mitgegründeten Berliner Großhändlers JOP zurückgezogen. Er nimmt aber weiterhin Aufgaben im Vertrieb und in beratender Funktion wahr. Seine Beteiligung an JOP hatte Ohlwein bereits 2024 an Matthias Steinmetz (44) verkauft, der in den zurückliegenden fünf Jahren als Kaufmännischer Leiter und Prokurist bei JOP wirkte und zum 1. Januar 2026 die Geschäftsführung übernommen hat. Mehrheitsgesellschafter bleibt die Cloppenburger Weigel-Gruppe, die mit Markus Weigel auch einen weiteren Geschäftsführer bei JOP stellt. Als dritter Geschäftsführer agiert ebenfalls seit Jahresbeginn Andreas Müller.
Mohawk hat zwar 2025 das dritte Jahr in Folge einen Umsatzverlust hinnehmen müssen, doch fielen die Einbußen mit -0,5 % auf 10,8 Mrd. USD (9,1 Mrd. EUR) nur noch geringfügig. Das Betriebsergebnis der Unilin-Mutter fiel allerdings deutlich negativer aus, es sackte um 29,4 % auf 489,8 Mio. USD.
Der Umsatzrückgang resultiert aus dem heimischen nordamerikanischen Markt, wo Mohawk mit 3,64 Mrd. USD um 3,5 % unter dem Vorjahr blieb. Die Erlöse im „Rest der Welt“ (2,86 Mrd. USD, + 0,6 %), und von keramischen Fliesen (4,29 Mrd. USD, + 1,5 %) haben sich hingegen leicht erholt.
2025 wurden in Deutschland erstmals seit 2021 wieder mehr Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als im Jahr zuvor. Mit insgesamt 238.500 Einheiten liegt der Wert laut Statistischem Bundesamt um 10,8 % über dem von 2024. Bei den Neubauwohnungen fiel das Plus mit 12,8 % sogar noch höher aus; Genehmigungen für Wohnungen, die durch Umbau in bestehenden Gebäuden entstehen, stiegen lediglich um 2,7 % an. Die höchsten Steigerungsraten verzeichnen Einfamilienhäuser (44.500 Genehmigungen, +17,2 %) und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (128.100, +12,1 %).
Die deutsche Holzindustrie hat das Jahr 2025 erneut mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Branchenumsatz um 1,5 % unter dem Vorjahresniveau. Die größten Einbußen verzeichneten die Möbelhersteller (-3,4 %) und der baunahe Bereich (-2,7 %). Zuwächse konnten hingegen die Sägeindustrie (+ 3,6 %) und die Holzverpackungsindustrie (+3,5 %) einfahren. HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge sieht einen ersten Hoffnungsschimmer bei den gestiegenen Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhausbau wie auch im Mehrfamilienhausbau. Eine durchgreifende Erholung der Baukonjuktur sei weiterhin erst 2027 zu erwarten.
Alexandra Schneidler, Geschäftsführerin von Holzland Niemeyer, ist als Ersatzmitglied des plötzlich verstorbenen Johann Ziller in den Aufsichtsrat von Holzland nachgerückt. „Wir freuen uns sehr, dass sie das Amt übernimmt und die Arbeit des Gremiums durch ihre Expertise und Netzwerk bereichern wird“, sagt Holzland-Geschäftsführer Axel Pawlas. Dem Aufsichtsrat der Holzhandelskooperation gehören außerdem an Jochen Scherf (Manfred Scherf Holzfachhandel), Michael Bögner (Karl Bögner), Fabian Claas (Holzland von der Stein) und Thomas Singer (Tischler Rohstoff).
Kebony gibt die Ernennung von Tom DeKeyser zum CEO bekannt. Er wird seine Position im April 2026 antreten und folgt bei dem norwegische Anbieter von nachhaltig modifizierten Fassaden- und Terrassenhölzern auf den interimistischen CEO Christophe François. Der Branchenexperte mit 26 Jahren Erfahrung in der internationalen Holzindustrie und im globalen Handel war zuvor in leitenden Positionen bei der Lemahieu Group tätig, wo er Transformations- und Optimierungsprozesse leitete sowie ein Geschäftsfeld für modifiziertes Holz auf internationaler Ebene initiierte.
Die Schweizer Sharkgroup hat ihre neue Firmenzentrale im Bodenkompetenzzentrum in Oberhasli bezogen. Der Neubau vereint Abholshop und Reparaturservice, Lager, Büros, Showroom sowie Schulungs- und Eventflächen unter einem Dach. In der Nähe des Flughafen Zürich gelegen, soll der modern konzipierte Komplex nun zum logistischen Herzstück des Anbieters von Bodenbelägen und Werkzeugen und seinen Marken Directa, Enia und Profloor werden.
Die Hagebau komplettiert zum 1. April ihre Geschäftsführung gleich doppelt und stellt sich damit strategisch breiter auf. Ines von Jagemann, ausgewiesene Digitalexpertin mit einschlägiger Branchenerfahrung, verantwortet künftig das neu geschaffene Ressort Digitales, IT und Technologien. Und mit Sven Grobrügge kehrt ein versierter Manager in das Führungsgremium zurück und wacht wie zuvor über den Bereich Finanzen. Unverändert im Amt bleiben Frank Staffeld, Geschäftsführer Einzelhandel und Christian Rabe, Geschäftsführer Fachhandel.
Nach fast 80 Jahren stellt die familiengeführte Parkettmanufaktur Drüsedau & Müller in Densberg Ende Mai ihre Produktion ein. Für das Zweischicht-Programm hat Alexander Drüsedau, der in vierter Generation die Geschäfte führte, einen Nachfolger gefunden: der niederländische Hersteller FB Hout unter Eigentümer und CEO Maik Broersen wird es weiterführen. Alexander Drüsedau wird den Übergang noch bis Oktober begleiten.
FB Hout, 1986 gegründet, produziert jährlich mit 105 Mitarbeitenden an zwei Standorten in den Niederlanden und Litauen rund 450.000 m2 Dielen und ca. 75.000 m2.